Liquiditätssteuerung – rollierende Planung — KI-generierte Illustration.

Liquiditätssteuerung

Wenn es eng wird, zählen zwei Dinge: Zahlen und Ruhe.

In der Krise wird selten zu wenig gearbeitet. Meist wird am Falschen gearbeitet – weil niemand genau weiß, wie viel Zeit noch bleibt. Mein erster Schritt ist deshalb immer derselbe: Ich mache die Liquidität sichtbar. Erst dann wird entschieden.

Die ersten 14 Tage

  • Rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung aufsetzen – wochengenau, nicht monatsgrob.
  • Zahlungsfähigkeit sichern: Was muss diese Woche raus, was kann warten.
  • Die drei größten Abflüsse identifizieren und stoppen oder strecken.
  • Mit Bank und wichtigsten Gläubigern sprechen – bevor sie anrufen.
Wer früh spricht, verhandelt. Wer spät spricht, wird verhandelt.

Woran man eine Krise früh erkennt

Eine Krise kündigt sich an. Diese Signale sehe ich immer wieder:

SignalWas es bedeutet
Der Monatsabschluss kommt späterDie Zahlen werden unangenehm – und deshalb langsamer geliefert.
Lieferanten kürzen ZahlungszieleDer Markt bewertet Ihr Risiko neu, bevor Sie es tun.
Die Kontokorrentlinie ist dauerhaft ausgeschöpftBetriebsmittel finanzieren bereits Verluste, nicht Wachstum.
Vorräte und Forderungen wachsen schneller als der UmsatzKapital wird gebunden, das Sie brauchen.
Die Bank verlangt neue UnterlagenDas Rating ist in Bewegung – meist nach unten.
Investitionen werden verschobenDie Substanz wird aufgezehrt, still und unbemerkt.

Nächster Schritt

Wenn Sie unsicher sind, wie viel Zeit noch bleibt: Das lässt sich in wenigen Tagen beantworten. Rufen Sie an, bevor die Bank es tut.

Meine Erfahrungen